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Die Hans-Zulliger-Schule in Ulm ist eine Schule für Erziehungshilfe und umfasst die Klassen 1 bis 4. Kaum jemand - außer LehrerInnen - weiß, was eine Schule für Erziehungshilfe ist: Die Kinder können - anders als in einer Förderschule - von ihrer Auffassungsgabe her in der Regel dem Unterricht folgen, aber sie sind beeinträchtigt durch Verhaltensstörungen, Traumatisierung oder psychische Erkrankungen. Die Hans-Zulliger-Schule hat sich zum Ziel gesetzt, dass ihre SchülerInnen nach der vierten Klasse in das “normale” Schulsystem (Regelschule) zurückkehren - in Hauptschule, Realschule oder Gymnasium.
Seit Februar 2010 nahm eine kleine Gruppe am Projekt teil. Die Kinder entdeckten, dass sie im Malen und Gestalten einzelne Aspekte ihres Erlebens “auf den Punkt bringen” können. Sie begannen ganz nebenbei - ohne therapeutisches Setting - zu erzählen von sich und Erlebnissen, um die sie wahrlich keiner beneidet, und was sich davon in dem Bild ausdrückte. Manchmal, wenn ihnen das bewusst wurde, begann plötzlich das Verhalten, das zum Problem wurde. Und kleine Dialoge zeigten, dass es nicht ein lebenslanges Problem bleiben muss:
Kind: zeigt Problemverhalten, von dem es beim letzten Mal ein Bild gemalt hat, das zeigt, dass dieses Verhalten “im Bein sitze” Dengler: “Hat es wieder im Bein begonnen und dich dann ganz gepackt?” Kind: “Ja!” - macht weiter Dengler: “Kannst du es wieder ins Bein zurückschieben, weil es viel schöner ist, hier mit uns zu malen?” Kind: verharrt kurz, entspannt sich, kommt zur Gruppe
Diese kleinen Episoden der ersten Wochen machen uns Mut, dass unser Ansatz auch für diese Kinder eine Veränderung bringen wird. Durch sparsamen Umgang mit dem Zuschuss der Stiftung konnte nach den Sommerferien 2010 eine zweite Gruppe zusätzlich starten.
Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an Projektleiterin Gabriele Dengler.
Lernen Sie die Schule kennen: Hier geht es zur Internetseite der Hans-Zulliger-Schule.
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